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NDR-Film zur Jeansproduktion in China

Liebe Freundinnen und Freunde,

Letzte Nacht habe ich im Fernsehen zufällig den Teil eines Films über die katastrophalen Bedingungen bei der Jeans-Produktion in China gesehen. Mir ist wirklich körperlich schlecht geworden, als ich das gesehen habe:

Ein Ausschnitt davon ist auch auf YouTube zu sehen: .

Für den modischen ‚Used-Look‘ hierzulande werden unter unglaublich schlechten Arbeitsbedingungen von den ChinesInnen ohne jeglichen Schutz die schlimmsten Chemikalien verarbeitet und hinterher ungeklärt in den Fluss geschwemmt. Was in dem Ausschnitt im Internet nicht gezeigt wird:

· Im Interview sagt ein Arbeiter, der gerade seine Haut beim Sprühen von ätzenden Materialien beschmutzt hat, sinngemäß: ‚Ach das ist nicht so schlimm! Das dusche ich wieder ab und dann ist es gut.‘ Die ‚Dusche‘ waren zwei Eimer Wasser. Eine richtige Dusche oder zumindest fließend Wasser gibt es nicht.

· Kleinbauern neben der Fabrik beklagen, dass ihnen das Land für die Fabrik ohne Entschädigung genommen wurde und sie jetzt ihre verbliebenen Felder nicht einmal mit dem total verschmutzen blau-schwarzen Flusswasser bewässern können.

· Es wurde versucht, Manager von H&M und Kik zu befragen: Von H&M gab es kein Interview. Der Kik-Vertreter beklagte sich über die chinesische Regierung, die solche Bedingungen zulässt.

Was können wir tun?

Ist es damit getan, dass wir unsere Jeans aus fairem Handel kaufen und so lange tragen, bis sie von selbst einen ‚Used-Look‘ bekommen?

Nicht nur in der Textilindustrie ist es längst Usus geworden, mit der Produktion immer wieder zu den billigsten Standorten mit den unaufgeklärtesten ArbeiterInnen und den wenigsten Umweltschutz-Auflagen zu verlagern. Wen wundert es, dass das mit mangelnder oder ganz fehlender Demokratie in den Ländern einhergeht? Dabei scheinen sich Umzüge für die produzierenden Firmen durchaus zu rechnen.

Wirklich helfen würde wohl eine unabhängige Qualitätskontrolle bei der Produktion und ein Einfuhrverbot aus den Ländern, die dies nicht zulassen wollen.

Wäre das möglich?

Ich meine, ein sinnvoller Einsatz von verbesserter Informationstechnologie würde dies ohne allzu großen Bürokratie- und Überwachungsaufwand sicherstellen.

Wenn es politisch gewollt wird.

Am 12. Oktober veranstaltet der Grüne Kreisverband Fürstenfeldbruck eine Veranstaltung mit MdB Uwe Kekeritz zum Thema

Fairness fängt bei uns an – Global denken, lokal handeln für die Eine Welt

Ich stelle diese Information auch auf den Blog des OV Grafrath/Kottgeisering auf https://gruenest.wordpress.com und freue mich dort auf eine lebhafte Diskussion.

Viele Grüße,

Elke Struzena

Bündnis90/Die Grünen OV Grafrath/Kottgeisering

http://www.gruene-grafrath.de

Tel. 08144 1592

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