Archive | März 2012

Freiflächen-Photovoltaik in Kottgeisering

Im Kottgeiseringer Gemeinderat wurde ein Photovoltaik-Feld unterhalb der Bahnlinie westlich vom Aussiedlerhof genehmigt. Dieser Plan wird sehr kontrovers diskutiert. Einige Kottgeiseringer, denen der immer weiter gewachsene Aussiedlerhof des ‚Photovoltaik-Bauern‘ immer schon ein Dorn im Auge war, beklagen eine Verschandelung der schönen Landschaft um Kottgeisering.

Aber:

· Wenn wir einen Ausstieg aus der Atomenergie wollen, brauchen wir eine beschleunigte Energiewende zu erneuerbaren Energien.

· Wohnortnahe kommunale Energieversorgung ist einer Fernversorgung und Abhängigkeit von einem der großen Energiemonopolisten vorzuziehen.

· Wir brauchen einen vertretbaren Mix aus Energiesparen, und Energie aus Wind, Sonne, Biogas, Wasserkraft, Holz und Erdwärme.

· Für die Ökologie der Böden ist Photovoltaik allemal besser als extensiver Mais-Anbau für Biogas-Anlagen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber optisch sind die vielen Maisfelder auch nicht schön.

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Grafrather Gemeinderat verabschiedet ersten Entwurf des Bebauungsplans Klosterhof

Das war ein Erlebnis, das mich in Eiwan-Zeiten zurückversetzte. Ein Bündnis aus CSU, Freien Wählern und sogar einer Gemeinderätin der Bürger für Grafrathzieht das Ding durch: alle heben die Hand, egal was ist. Die Ohren sind auf Durchzug geschaltet.

Besonders die Gemeinderäte Burkhard von Hoyer, Bürger für Grafrath, Roger Struzena, Grüne und Klaus Nehrlich (SPD) reden mit Engelszungen, aber niemand aus dem ‚gegnerischen Block‘ scheint es nur für notwendig zu halten, auf ihre Argumente einzugehen. Warum auch? Kann man überhaupt dagegen etwas sagen, wenn einem minutenlang die eigenen Argumente aus der Debatte von vor dem Bürgerentscheid um die Ohren gehauen werden?

Nicht einmal die kleinsten und sinnvollsten Vorschläge werden von diesem Block überhaupt in Betracht gezogen:

· Tiefgarage zur Verminderung der Bodenversiegelung und Gewinnung von Gartenfläche der Bewohner – abgelehnt

· Versorgung mit erneuerbarer Energie als Bedingung der Gemeinde – abgelehnt

· Straßen-Wartung in die Hand der Anwohner – abgelehnt

· Barriere freie Wohnungen für Alte oder Behinderte reservieren – abgelehnt

· Naturerhaltung auf ‚verwildertem‘ Grundstück – abgelehnt

-> Ein kurzer Blick zum Architekten, wenn der den Kopf schüttelte: abgelehnt

Ganz offensichtlich haben hier nicht die Gemeinderäte zum Wohl der Gemeinde gehandelt, sondern alles abgenickt, was vom Architekten kam. Der Architekt ist wohl von den Investoren angestellt und vertritt von daher die Interessen der Real-Treuhand. Die Gemeinderäte des Schmetterblocks auch ????

Auch die Anwesenheit interessierter Grafrather BürgerInnen hat sie kalt gelassen: Hier stirbt ein Stück Demokratie! Aber wir wissen aus der Ära Eiwan (der übrigens auch im Publikum saß) und den erfrischenden Gemeinderats-Debatten über alle Fraktionen hinweg in der Zeit danach: Es kann auch wieder anders werden!

Ich hoffe, dass sich wieder mehr GrafratherInnen in die Gemeindepolitik einklinken und sich nicht frustriert zurückziehen!

Jetzt wird der Plan zur Bürgerbeteilung ausgelegt!

Elke Struzena

Bündnis90/Die Grünen OV Grafrath/Kottgeisering

http://www.gruene-grafrath.de

Tel. 08144 1592

Tageszeitung v. 12.3.12: CHANCENGLEICHHEIT IN SCHULEN – Leistung und Fairness

Eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung entdeckt, dass deutsche Schulen kreuzungerecht sind. Besonders ungerecht: Bildungserfolg ist von der Herkunft abhängig: http://www.taz.de/Chancengleichheit-in-Schulen/!89423/

Dies ist der Versuch einer neuen Bildungsdiskussion der Grünen Grafrath/Kottgeisering

Wir haben uns im Grünen OV überlegt, einen Blog als Alternative zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Bildungspolitik auszuprobieren. Dies ist ein Versuch, mehr Menschen in die Diskussion einzubeziehen. Das Thema ist so brennend, aber auch so vielfältig, dass wir uns nicht vorstellen konnten, das alles in eine Veranstaltung zu packen: Wir wollen nicht nur die Eltern von GrundschülerInnen erreichen, die angesichts des immer früher einsetzenden Leistungs- und Konkurrenzdrucks nach Alternativen für den Bildungsweg ihrer Kinder suchen. Vor allem geht es uns darum, die – gerade in  Bayern  besonders eklatante – Ungerechtigkeit in den Bildungschancen zu thematisieren: Der Bildungsweg der Kinder ist heute immer noch (oder wieder?) abhängig vom Geldbeutel, Bildungsstand, Anzahl der Bücher im Regal der Eltern.

Hoffentlich klappt es – Wir hoffen auf eine lebhafte Diskussion!